Dienstag, 27. September 2011

Singapur! Eine Stadt mit vielen Gesichtern, aber keins ist echt

So meine Lieben, lange musstet ihr warten aber nun nehm ich mir mal 2 Stunden um ein Wochenende in einen Blog zu packen.
Der Flug nach Singapur war ruhig. Auch wenn wir am Vorabend noch mit dem Online- Check- In zu kämpfen hatten. Aber dank unseren männlichen begleitern hat es dann doch funktioniert. Danke nochmal!
In Singapur angekommen standen wir vor der Taxiwahl. Ja man kann halt auch mit nem Crysler durch die Stadt fahren. Aber das haben wir uns dann doch geschenkt. Ein Minibus hats auch getan. Im Hostel angekommen waren wir erstmal überrascht wie neu und ordentlich es ist. Das Bauchgefühl hat uns die richtige Entscheidung treffen lassen.
Eingebettet im 6-Bettzimmer ohne Fenster aber mit Klimaanlage. Also machten wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Der Blick fiehl immer wieder auf das Maria Bay Sands. Ein Gebäude aus 3 Säulen auf dem oben ein Schiff liegt. Sieht zumindest so aus. Wie wir dann am Abend erfuhren sehen die Einheimischen es eher als aufgespiestes Würstchen. Aber es ist wirklich faszinierend. Und wenn ich daran denke, dass wir schon in der Vorlesung davon gehört und darüber gesprochen haben ist es umso unglaublicher endlich wirklich davor zu stehen.
Dieses Gebäude sollte uns noch verfolgen. Aber eins nach dem anderen. Den Freitag Nachmittag verbrachten wir damit Tickets fürs Rennen zu bekommen. Von einem Eingang zum nächsten und wieder zurück. Irgendwann bekamen wir ein Angebot eines "Schwarzmarkthändlers". Aber nein, wir haben die Tickets nicht bei ihm gekauft. Aus irgend einem Grund gab es dann doch noch Tickets fürs ganze Wochenende. Glücklich ist der, der auf den letzten Drücker noch welche bekommt. So haben wir uns auch gefühlt.
Und was macht man natürlich, wenn man Tickets hat? Ja klar, das Training anschaun. Das haben wir dann auch getan.
Einfach ein unbeschreibliches Gefühl. LAUT und wahnsinn!!! Aber es wurde ja noch besser. Wir hatten ja auch noch Sitzplätze und die an einer der besten Stellen am Ring. Blick auf die Marina Bay, das Marina Bay Sands, das Kunstmuseum, den Merlion, das Theater und die komplette Skyline. Aber seht selbst.
Nachdem wir die Lage gesichtet hatten machten Sabine und ich uns auf den Weg den Staat zu erkunden. Ja 712km² Stadt, Land, Fluss lagen vor uns. Architektonisch hat die Stadt so einiges zu bieten. Kulturell gesehen ist eine illustre Mischung. Dazu später mehr.
Wir sahen: Den Campus der Singapore University. Was nicht schwer ist, weil der sich über die ganze Innenstadt ausbreitet.
Die architektonische Interpretation von "green buildung".
Das Parlament:
Und vieles mehr. Kirchen, Bibliotheken, Tempel,... Aber dann ging es auf die Haupteinkaufsstraße, die Orchard Road. Ein Shopping Center nach dem nächsten. Lichter, Werbung, Shopps bis zum umfallen. Es erschlägt einen förmlich. Wir haben es nur bis zur Hälfte geschafft.
Und trotz sooo vielen Shops habe ich doch nur Schue gkauft. Aber naja. Auf dem Heimweg wars dann schon dunkel. Also noch mehr bunt! Unser Hostel hatte eine super Lage. Direckt zwischen Boat und Clark Quay gelegen. Am Singapur River. Das nächtlich Treiben haben wir nach einer Dusche dann auch noch genossen. Mit einem Singapur Sling und Sling Pumps stürzten wir uns ins Nachtleben.
Nach diesem so wunderbaren ersten Abend gibgs am Samstag relativ früh raus. Wir hatten nur noch 1 Ziel. Den...
Auf einer Fläche von 28 Hekta tummeln sich 325 Spezien und somit 2530 Tiere, die von 1,6 Millionen Besuchern angeschaut werden wollen. Der Besuch hat sich gelohnt.
Sehenswert ist der Zoo auf jeden Fall. Es gibt auch die Möglichkeit einer Nachtsafari. Ist sicher auch toll aber wir hatten ja andere Pläne. Grundsätzlich hat der Zoo nur offene Gehege. Es kommt einem vor als wäre man eben in einem Park. Einzigst fraglich sind die Shows bei denen die Affen, Papageien, Erdmännchen und Enten über die Bühne fegen und zeigen was sie können. Willkommen in Asien!
Doch nach 5 Stunden Zoo war der Tag noch lange nicht vorbei. Nach einer Dusche und einem Nickerchen im Hostel ging es wieder zum Grand Prix Gelände. Shakira ließ ihre Stimme über den Padang- Park schallen.
Es war der Hammer und die Show war wirklich gut.
Sie füllte die ganze Zone nicht nur mit Stimme sondern auch mit Menschen, die vor der Skyline Singapurs sicher auch von der Bühne aus toll ausgesehen haben müssen.
Weiter gings dann mit dem Qualifying der Formel 1 Piloten. Wieder einmal laut, Gänsehaut und Spaß.
Nun gut, wir haben es wirklich genossen. Der Blick allein hat uns richtig das Rennfeeling gegebn, denn nicht nur die vorbeifahrenden F1- Autos waren laut. Unter uns war die letzte Schikane vorm Zieleinlauf. Bei jedem Autochen hat uns also der Arsch vibriert. Hammer einfach! Das muss man echt erlebt haben. Am Ende des Qualifyings haben wir es sogar geschafft auf den Ring zu kommen und somit am Asphalt zu schnüffeln der eben noch befahren wurde. War ein super Erlebnis.
Und der Tag endete mit dem Blick über die Bay und auf das Marina Bay Sands. Ich sag ja, es verfolgte uns!
Nach diesem Tag gings dann halb tot ins Bett.
Den Sonntag haben wir ein wenig verpennt. Aber es sei uns gegönnt. Trotzdem machten sich Mutter (ich) und Tochter (Sabine) auf eine weitere Trip durch  die Stadt. Auf dem Plan stand Chinatown. Sehenswert, naja aber eben bunt.

Das einzig wirklich sehenswerte ist der Sri Mariamman Tempel.
Außerhalb von Chinatown. Blöd nur, dass gerade der Tempel gewaschen wurde und wir nur einen kurzen Blick in den Hindutempel werfen konnten. (Vorsicht! In diesem Tempel muss man Geld dafür blechen, wenn man Fotos machen will.) Ein beeindruckendes Bauwerk und das erste Mal, dass wir der Kleiderordnung folgen mussten war im chinesischen Tempel. So bekamen wir ein Schürzchen um unsere Beine zu bedecken und einen Schal für die Schultern.
Nun gut. Weiter gings nach little India. Diesmal nicht zu Fuß sondern mit der MRT also der U- Bahn. Hoch modern und echt günstig!
Little India ist wirklich little. Bunt, farbenfroh und freunldich. Sicherlich ganz nett um den Trubel der Stadt zu verdrängen aber nichts für längere Aufenthalte.
Weiter ging es durch die Stadt. Virbei an der Sultans- Moschee und an vielen Hochhäusern. Man ist regelrecht erschlagen. Little India und Chinatown sind wie kleine Dörfer inmitten einer Skyline. Hier scheint das Leben nicht viel mit der Wirtschaftsmacht Singapur zu tun zu haben.
Ein Gebäude möchte ich noch erwähnen. Den Wolkenkratzer Parkview! Eines der teuersten Bürogebäude in ganz Singapur. Hier residiert die arabische Botschaft nebst Nobelhotel. Beeindruckend. Einen Blick nach Innen zu werfen hab ich mich nicht getraut. Das war mir einfach zu hoch (105 Meter) mit einer Eingangshalle von 15 Metern und einer Bar mit einem 3-stöckigen Weinregal sowie Bronzefiguren aller wichtiger Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Frei nach dem Motto: "Was kostet die Welt?"
Daneben übrigens sehr lustige Bürotower! Sie sehen aus als wären sie einfach ein aufgestelltes Blatt Papier. Hier hat das Prinzip der optischen Täuschung wirklich eine sehr beeindruckende Umsetzung gefunden.
Falls ich nach diesem Marsch noch Füße hatte, hab ich sie nicht mehr gemerkt. Ich hatte Muskelkater auf dem Fuss. AUAAAA! (Nein, das ist nicht lustig!)
Das Abendprogramm stand ja auch schon. Also LOOOS! Auf zum Rennen.
Nachdem wir unseren Platz eingenommen hatten fuhr Herr Sebastian Vettel in 61 Runden zum Sieg. Es hat sich also gelohnt. Die deutsch-österreichische Zusammenarbeit war ein voller Erfolg. Und wir bekamen auch noch den Patzer in der fast letzten Runde mit in der ein RedBull Wagen ins schleudern kam. Aber nun erstmal die bewegenden Bilder.

Innerhalb von 3 Sekunden rasten sie an uns vorbei. Ein wahnsinns Gefühl.
Da singt er die Nationalhymne. Gänsehautfeeling!
So sah der Wagen nach seinem Sieg aus. Hammermäßig!
Und hier das Feuerwerk zum Abschluss des Rennwochenendes. Beeindruckend!
Benebelt von Feuerwerk. Benzin, verbranntem Gummi und Kupplunsgeruch im Blut erlebten wir ein Konzert der Extraklasse. Aber erstmal musste noch das ein oder andere Fahrzeug von der Strecke gebracht werden.
Es endete mit Linkin Park. Und jeder Cent den ich an diesem Wochenende ausgegeben hab hat sich gelohnt. Es war einfach MEGA, unbeschreiblich,...! Mir gehen die Worte aus.


Wahnsinnige Stimmung und wirklich ein super Konzert. Danke Linkin Park! Ihr habt dieses Event wirklich perfekt beendet.

Der letzte Tag in der Metropole war der Tag des Marian Bay Sands und dem Spruch "Liebes Tagebuch".
Am Morgen machten wir uns auf den Weg in Richtung Marina. Vorbei am Fullerton Hotel. Der Nobelschuppen schlechthin. Wenn man sich irgendwo ein Auto aussuchen will was man mal fahren möchte wenn man groß ist, dann geht man dort hin. Die Schlitten sind schön vorm Haupteingang postiert. Protz ohne Ende. Aber das war ja nicht unser Ziel. Wir machten noch einen Abstecher zum Merlion. Das Wahrzeichen Singapurs.
Dann gings weiter durchs Finanzviertel. Die Pulsader der Stadt sozusagen. Gehwege breit wie eine 3spurige Autobahn aber hallo, was kostet die Welt.
Weiter gings zum Hauptziel. Das aufgespießte Würstchen. Hier ein Blick von unten. Als wir unten den Weg entlang den 3 Towern gingen, der das Schiff trägt, dachten wir es regnet. Aber nein, es waren nur ein paar Hotelgäste die im Pool auf dem Schiff Wasser runterpritzen.
Hoch fährt man in den 57 Stock zur Aussichtsplattform für 20 S$. Eh nicht so teuer und auf jeden Fall ist der Preis gerechtfertigt für den Blick!!!
Mit Blick über die Bay, auf den Containerhafen, die Skyline und das offene Meer mit seinen 100en von Schiffen ist es atemberaubend. Ein bisschen klein scheint aber das größte Riesenrad dann doch zu sein.

 Eine Stunde haben wir dort oben verbracht. Einfach nur sehen und staunen.
Letzter Weg vorm Abflug war noch einmal die Orchard Road. Zur Erinnerung, wir haben nur die Hälfte geschafft. Was auch gut so war, denn die Hälfte die wir nun zu sehen bekamen war an Protz, Glamour und Angeberei schon nicht mehr zu übertreffen. Gucci, Prada, Guess, Louise Vuitton, Hermés,... Und das alles in mehrfacher Ausführung. Reicht ja nicht ein Megastore aus um zu zeigen was man hat und was eben nicht!
Zu dem was man in Singapur nicht hat:
Frau hat zwar Geschmack aber ist gnadenlos überschminkt und trägt generell Schuhe die entweder zu klein oder zu groß sind. Es schmerzt beim hinsehen. Laufen kann Frau in Singapur scheinbar auch nicht und manche Kombinationen von Outfits sind zwar europäisch aber werden auf asiatisch getragen. So kam der Spruch "Liebes Tagebuch,..." auf und zwar genau immer dann wenn wieder eine solche Kombination oder Maske auf einen zu kam. Wir hatten unseren Spaß!
Eine kurze Zusammenfassung zum Stadtstaat. Singapur ist sehenswert. Allerdings ist es eine junge Stadt (erst 50 Jahre alt). Es gibt kein Volk der Singerpurinesen oder wie auch immer sie in der Mehrzahl heißen. Es ist eine Stadt die sich ihre Einwohner dank wirtschaftlichem Einfluss aus aller Welt holt. So fühlt man sich als Tourist zwar nicht auffällig aber auch nicht gut aufgehoben. Auch wenn Sicherheit hier groß geschrieben wird. Die Stadt hat Flair aber keine eigene Kultur. Sie ist eine Mischung aus allen Kulturkreisen und versucht ein großes ganzes darzustellen. Doch es misslingt ihr. Es gibt einiges zu entdecken. Aber nichts würde mich jetzt dazu bringen extra noch einmal nach Singapur zu kommen. Zum shoppen vielleicht, auch wenn die internationalen Geschäfte eher europäische Preise haben. Wirklich lohnenswert wird es dann zum City-Sale, der von Mai bis Juli stattfindet. Ich möchte die Stadt nicht madig machen, denn man kann hier schon viel erleben. Man sollte nur nicht all zu viel Zeit einplanen und einen großen Geldbeutel mitbringen.
Nun noch kurz zum gestrigen Abend. Leider war der Rückflug eher eine wackelige Angelegenheit. Meine Gedanken kreisten schon um "Naja, wenigstens war ich noch einmal im Leben in Singapur!" Es war wirklich nicht mehr feierlich. Durch Gewitter fliegen macht keinen Spaß. Und nachdem wir dann endlich mal zu Hause waren zuckten die Blitze und es regnete wie aus Eimern. Monsunzeit eben. Wir machten uns unseren Spaß und schauten dem Naturschauspiel zu. Um 3 gingen wir ins Bett. Doch leider weckte mich ein seltsames plätschern aus der Küche aus meinem Halbschlaf. Ich machte das Licht an und sah und fühlte wie das Wasser den Boden überschwämmte. Es regnete durch die Fenster und es bildeten sich Wasserfälle an der Wand entlang. Hätten wir noch ein paar Pflanzen hingestellt hätten wir ein Tropenparadis gehabt. Also verbrachten wir bis 5 Uhr die Zeit damit den Monsun aus der Wohnung zu bekommen. Eimerweise...
TOTMÜDE fiehlen wir dann ins Bett. Das war mein Wochenende! Nun habe ich fast 3 Stunden nach den schönsten Bilder (aus 1070 Bildern) und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesucht und eben dem was mir am wichtigsten erschien.
Bitte entschuldigt, dass ihr doch noch so lange warten musstet!
BUSSI