Sonntag, 9. Oktober 2011

Sonntagsgrüße!

Nach einer Lern- und Zusammenfassaktion, die sich vom späten Vormittag bis in den Nachmittag hinein zog entschlossen wir uns dann doch unsere Nutella- verwöhnten Körper zu bewegen und einen Sonntagsspaziergang ans doch so nahegelegene Meer zu unternehmen. Die Entscheidung war goldrichtig. Die Sonne küsste das letzte Mal an diesem Tag das Meer und die Fischer kehrten zurück in den kleinen Hafen. 

Genau hier, mitten in (auf) Penang, der Insel auf der alles dem Fortschritt zu gehören scheint ist die Welt noch immer so wie sie es vor 50 Jahren war. Versteckt zwischen Neubauten und Megabrücke leben die Menschen ihr Leben weiter. Hier wird der Fisch für´s Abendessen noch geangelt und nicht gekauft. Hier wird mit der Familie gegrillt und alles scheint in Ordnung.
Hier, wie überall auf der Welt, spielen die Kleinsten schon die Großen. 

Auch hier wird der krasse Unterschied sichtbar. Im Hintergrund stehen große Yachten. Nebenan ist die Wasserpolizeistation Penang. Ein Grund mehr sich die Frage zu stellen in wie weit dieses Land wirklich schon bereit ist europäisiert zu werden. Wird es das jemals sein? Soll es das überhaupt werden? Es hat seinen Charme diese Gegensätze zu sehen. Wie neulich schon berichtet ist Penang auf einer Fläche von 1.064km² (4 mal so groß wie das heimische FFM) und 1,5Mio. Einwohnern eine Mischung aus der Großstadt selbst, dem anheimelnden Fulda und dem ländlichen Rudolphshahn.  Highway vs. Bretterbuden, Shopping Center vs. Garküchen, Bildung vs. Religion. Dieses Land voller Wiedersprüche funktioniert. 
 Und weil wir uns an die Funktion, das Zusammenspiel von Religionen und Kulturen, des Landes gewöhnt haben leben wir mit diesen Unterschieden und passen trotz unseres äußerlichen Unterschieds so gar nicht in die Welt. Aber eagl wie lange ich darüber auch nachdenke werde ich den Fort- und/oder Rückschritt dieses Landes nicht aufhalten können.  
 Ich denke ich habe meine Gedanken klar machen können. Und weil heute Sonntag ist gabs auch noch ein schönes Sonntagsessen. Lecker! (wie immer) 5€ kostete der Spaß. Verdammt teuer *hihi* Und dazu ein frisch gesafteter (gepresst passt hier leider nicht so) Apfelsaft. 
 Achja und auf dem Rückweg vom Hafen begenen einem dann Papajabäume/palmen. Was auch immer. Das Leben ist Bunt hier! Jeden Tag aufs neue. 
Mit diesen meeres- und fruchtigen Eindrücken schicke ich ein paar warme Grüße ins kalte Deutschland.

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